Ji-Na Kim
Editorial Brand Site für eine Maskenbildnerin
Eine Bühne, die der Arbeit nicht im Weg steht.
Ji-Na Kim ist Maskenbildnerin in Berlin — Stationen unter anderem bei Gute Zeiten, schlechte Zeiten, Cloud Atlas und Die Päpstin. Ihre Arbeit ist präzise, ruhig, kameratauglich. Ihre Website sollte sich genauso anfühlen.
Die Aufgabe: ein digitaler Auftritt, der nicht mit ihren Bildern konkurriert, sondern ihnen den Raum gibt, den sie verdienen. Bilingual für internationale Produktionen. Schnell genug, dass Casting-Directors und Fotograf:innen nicht auf Ladezeiten warten. Und vor allem: nicht wie ein Template aussehen.
01 — Ansatz
Editorial statt Portfolio-Showcase. Die Site liest sich wie eine kurze Magazin-Strecke: Hero, Selbstvorstellung, Arbeiten als kuratiertes Grid, Leistungen, Kontakt. Sektionsnummerierung als ruhiger Editorial-Akzent. Schrift in einer dünnen Grotesk, viel Weißraum, kein decorative noise.

Der Hero zeigt Ji-Na im Portrait, nicht ein Mood-Bild oder eine abstrakte Komposition. Die Headline „Ji-Na Kim · Berlin · worldwide.” in zwei Gewichten — die Schwarzweißlogik der Marke setzt sich in der Typo fort.
02 — Editorial Hierarchie
Jede Sektion bekommt eine Nummer und einen kurzen Titel, links oder rechts ausgerichtet. Das gibt dem Scrollen Rhythmus und macht aus einer langen Seite eine Abfolge klarer Kapitel.

Die About-Sektion mischt persönlichen Ton mit professionellen Stationen. Die ausgewählten Produktionen sitzen als ruhige Liste am Ende — keine Logos, keine Buttons, nur Text. Premium kommt aus Zurückhaltung.
03 — Portfolio als Editorial-Grid
Das Portfolio ist die Mitte der Site. Asymmetrisches Grid statt klassischer Bildergalerie, Filter für die vier Arbeitsbereiche (Editorial, Beauty, Film & TV, Bridal). Die Filter sind dezent als kleine Buttons gesetzt — wer sie nicht braucht, scrollt einfach weiter.

Ein zentrales Detail: das Grid behält bei allen Filtergruppen die Editorial-Komposition. Keine Lücken, keine plötzlichen Sprünge — die Software sortiert intelligent und bewahrt das Rhythmusgefühl.

04 — Leistungen als Editorial-Liste
Fünf Leistungen — Film & Serie, Editorial & Fashion, Bridal & Hochzeit, Event & Red Carpet, Hair Styling. Statt klassische Service-Cards mit Icons setzen wir auf eine ruhige, nummerierte Liste. Römische Ziffern als typografischer Akzent.

Die bilinguale Logik — Deutsch und Englisch über einen Toggle oben rechts — schaltet die gesamte Seite um, nicht nur die Hauptüberschriften. Bis hin zu Service-Beschreibungen und Pull-Quote.
05 — Kontakt als Statement
„Lass uns arbeiten.” — der Kontakt-Block kehrt das Helligkeitsverhältnis der Seite um.

Schwarzer Hintergrund, große typografische Geste, klare Kontaktdaten. Kein Formular, das die Vertraulichkeit eines Mail-Threads ersetzt — Ji-Nas Kundschaft schreibt Mails, sie füllt keine Formulare aus.
06 — Mobile, von Anfang an
Die Site ist nicht „auch für Mobile geeignet”, sondern für Mobile entworfen und dann fürs Desktop skaliert. Casting-Directors lesen E-Mails am Handy, Bookings entstehen unterwegs.

Die mobile Ansicht behält die typografische Hierarchie und die Editorial-Anmutung — keine vereinfachte Mobile-Variante, sondern dieselbe Sprache in komprimiertem Format.
07 — Tempo durch Reduktion
Die Site läuft auf einer einzigen HTML-Datei mit eingebettetem CSS und minimalem JavaScript. Kein Framework, kein Build-Step, keine Tracking-Bibliotheken. Hosting auf Netlify, kostenlose Auslieferung über das globale CDN. Ergebnis: Lighthouse-Score über 95 in allen Kategorien, Time-to-Interactive unter einer Sekunde.
Das spiegelt unser Studio-Prinzip: moderne Werkzeuge im Hintergrund, ruhiges Ergebnis im Vordergrund.
Outcome
Vier Tage von Briefing zu Launch. Bilinguale Editorial-Site mit zehn kuratierten Portfolio-Arbeiten, vier Filterkategorien, fünf Service-Beschreibungen. Erste Booking-Anfrage über die neue Site innerhalb der ersten 48 Stunden online.